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Beim Angeln unterscheiden sich die Kenntnisse über das eigene Gewässer sehr stark. Angefangen bei Gastanglern, die den Angelsee zum ersten mal sehen bis hin zu Anglern, die schon Jahrzehnte an dem Gewässer angeln. Meist erkennt man das auch deutlich an den Fangergebnissen. Je mehr Wissen über besonders tiefe Gewässerabschnitte, Unterwasserberge oder stark abfallende Kanten am Gewässergrund man besitzt, desto besser kann man sich eine geeignete Angelstelle auswählen, an der man auf den Zielfisch angeln möchte. Beim Angeln auf Karpfen sind es beispielsweise Unterwasserberge, die häufig aufgesucht werden und auch hervorragende Angelstellen bilden. Beim Angeln im Winter auf den Zander hingegen sind es besonders tiefe Stellen am Angelsee, an denen sich der Zander bevorzugt aufhält. Es entscheidet daher nichts mehr über den Angelerfolg als die Stelle, an der man dem Zielfisch nachstellt.

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Ob man nun neu in einen Angelverein eintritt und das Vereinsgewässer kennen lernen will oder ob man häufiger als Gastangler an ein Gewässer kommt, Ziel ist es sich möglichst schnell einen Überblick über das Gewässer und speziell auch den Gewässergrund zu verschaffen. Im Folgenden werden wir einige Möglichkeiten vorstellen wie man den Gewässergrund kennen lernen kann.

Grundblei Die einfachste Möglichkeit ist die Verwendung eines Birnenbleies mit einer Masse von 30 bis 50 Gramm. Dieses Blei montiert man direkt an der Hauptschnur und wirft es an den interessanten oder allen Stellen des Gewässers aus. Als geübter und feinfühliger Angler kann man an der Rutenspitze die Absinkdauer und somit die Gewässertiefe erkennen. Beim Aufprall auf den Gewässergrund ist an der Angelschnur ein leichter Klopfer zu spüren, an diesem der geübte Angler sogar erkennen kann ob der Gewässergrund an dieser Stelle schlammig, kiesig oder mit Wasserpflanzen bewachsen ist. Auch wenn diese Methode sowohl günstig als auch sehr einfach ist erfordert sie schon etwas Erfahrung und auch viel Zeit.

Echolot Eine modernere Möglichkeit ist die Verwendung eines Echolotes. Man fährt mit einem Boot an der Wasseroberfläche über den See und kann sich durch das Display des Echolotes einen Überblick über den Gewässergrund verschaffen. Moderne Geräte beinhalten sogar einen GPS-Empfänger und bieten somit die Möglichkeit eine Unterwasserkarte vom gesamten Angelsee zu erstellen. Auch wenn hochwertige Echolote einen hohen Preis haben können diese trotzdem verwendet werden. Viele Angelshops bieten die Möglichkeit solche Geräte für einige Stunden oder Tage zu leihen.

Taucher Natürlich kann man den Gewässergrund mit keinem Verfahren besser erkunden als wenn man mit einer geeigneten Ausrüstung selbst und Wasser steigt und die Unterwasserlandschaft selbst erkundet. So können auch ansprechende Unterstände, Fischvorkommen und Nahrungsplätze entdeckt werden, die beim Anglern befischt werden können. Auch wenn nicht jeder Angler eine Tauchausrüstung und das nötige Fachwissen besitzt bieten viele Tauchschulen die Möglichkeit an, Unterwasservideos vom Angelsee zu drehen. Auf solchen Unterwasservideos lassen sich häufig sehr gute Unterstände ausmachen. Aber auch das Beobachten von beispielsweise kapitalen Karpfen kann dem Angler helfen die Köderauswahl zu treffen und die vorsichtigen Zupfer zu deuten. Aber nicht nur aufgrund der gesteigerten Fangchancen ist ein Tauchgang am Angelsee zu empfehlen, es macht auch sehr viel Spaß die Fische und die Unterwasserlandschaft zu beobachten und ein Video von ihnen zu drehen. Wenn man sich nun das nötige Zubehör zum ersten Tauchgang mit Videokamera in einem Shop wie beispielsweise www.camforpro.com gekauft hat ist es aber unbedingt notwendig einen erfahrenen Taucher zu bitten den Tauchgang zu begleiten. Für unerfahrene Taucher ist das Tauchen, auch in recht flachen Seen, sehr gefährlich.