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1) Standorte der Zander: Beim Ansitzangeln befischt man nur einen sehr kleinen Bereich am Gewässer. Da ist es umso wichtiger einen Angelplatz zu wählen, an dem auch Zander vorhanden sind. Zu empfehlen sind vor allem stark abfallende Kanten, Unterwassergräben und Unterwasserplateaus. Generell kann man sagen das speziell die auffälligen Bereiche im Gewässer, die von der normalen Gewässerform abweichen interessant sind. Ob Wassereinläufe, kleinere Inseln oder Geröllansammlungen. Solche Stellen ziehen die Zander magisch an.

2) Beste Tageszeit zum Angeln: Prinzipiell kann man natürlich den ganzen Tag auf Zander angeln, allerdings hat sich gezeigt das speziell die Abendstunden und die Dämmerung häufig mit einem Zanderbiss gekrönt sind. Aber auch die Nacht eignet sich sehr gut zum Angeln auf diesen nachtaktiven Fisch. In den Abendstunden und der Dämmerung ist das Spinnfischen auf Zander zu empfehlen. In der Nacht hingegen sollte man dem Zander beim Ansitzangeln nachstellen.

zanderangeln

3) Zanderköder: Als Köder zum Ansitzangeln kommen vor allem Köderfische wie Rotaugen, Rotfedern und Barsche zum Einsatz. Gut geeignet scheint eine Länge von 8 bis 12 Zentimeter zu sein. Aber auch Fischfetzen, Fischhälften oder das bekannte Schwanzerl, also das Schwanzstück einer Rotfeder kommen in Frage. Bei den Köderfischarten sollte man Fischarten bevorzugen, die auch auf natürliche Weise im Angelsee vorkommen.

4) Montage: Zum Zanderangeln kann man entweder eine Posenmontage verwenden und den Köderfisch ungefähr 50 Zentimeter über dem Gewässergrund anbieten oder man bietet den Köder direkt am Gewässergrund mit einer Grundmontage an. Bei dem Aufbau der Montage sollte darauf geachtet werden das sie sehr fein ausgelegt ist, man also nur sehr kleine Bleie und Wirbel verwendet.

5) Der Bissanzeiger: Als Bissanzeiger kann man natürlich einen elektronischen, akustischen Bissanzeiger verwenden. Es ist aber umstritten ob dies eine gute Lösung ist. Eine Gruppe der Angler vertritt die Meinung das der Ton, der beim Abrollen der Schnur erzeugt wird, über die Schnur übertragen wird und auch vom Zander im Wasser bemerkt wird. Dieser kann dann Verdacht schöpfen und den Köder ausspucken. Besser geeignet sind optisch Bissanzeiger wie die Pose oder ein gewöhnliches Stück Styropor, das an die Hauptschnur geklemmt wird.

6) Biss und Drill: Der Zander hat eine ganz besondere Art wie er mit dem Köderfisch umgeht. Zuerst wird der Köderfisch von mehreren Seiten angestubst, was der Angler durch das Wackeln der Pose wahrnimmt. Dann nimmt der Stachelritter den Köderfisch ins Maul und schwimmt häufig bis zu 50 Meter in ein Versteck, in dem er den Köder nun in Ruhe frisst. Erst beim erneuten Abzug sollte der Angler einen kräftigen Anschlag setzen und den Drill aufnehmen.

7) Besonderheiten beim Zanderangeln: Was den Zander auszeichnet ist das er ein extrem vorsichtiger und scheuer Fisch ist. Ob der Angler auf Ufer nicht leise ist oder die Schnur beim Abzug nicht ruckelfrei abläuft, schon beim kleinsten Verdacht wird der Zander den Köderfisch sofort ausspucken und flüchten. Daher ist es für den Angler eine ganz besonderes Herausforderung einem einen Zander an den Haken zu bekommen. Bewegungen am Ufer werden vom Zander sehr gut wahrgenommen, daher sollte der Angler Bundeswehrausrüstung auch zum Angeln auf Zander verwenden. Tarnkleidung und ein Zelt das sich farblich in die Umgebung einfügt sind empfohlen. Aber auch offenes Licht wie von Stirnlampen und Taschenlampen sollte vermieden werden und durch eine Beleuchtung mit rotem Licht ersetzt werden. Dieses kann von dem Zander kaum wahrgenommen werden.