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Um Aquarien oder Teiche zu temperieren, braucht es passende Heizsysteme. Eine Möglichkeit bieten sogenannte Bodenfluter. Sie funktionieren als ungeregelte elektrische Heizkabel, die auf dem Boden eines Aquariums oder Teiches verlegt werden und für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgen. Es gibt viele gute Gründe für die Nutzung von Bodenflutern. Die Pflanzen wachsen beispielsweise nachweislich schneller, aufgrund der besseren Zirkulation von Nährstoffen im Wasser. Durch diese Wasserzirkulation fließt warmes und kaltes Wasser nach oben, wodurch die Mineralien und Nährstoffe konstant an die Pflanzenwurzeln gespült werden. Algenprobleme lassen sich somit ebenfalls reduzieren, da sie so schneller über die Wurzeln der Pflanzen verbraucht werden.  Wird als Bodengrund allerdings Sand genutzt, so sollen Bodenheizungen grundsätzlich vermieden werden, da die Gefahr eines Hitzestaus besteht, der sich sowohl auf die Wasserqualität wie auch das Aquarienglas negativ auswirken würde. Grundsätzlich werden Bodenheizungen als eine Ergänzung zum Heizstab genutzt und sind kein Ersatz für diesen, da sie sonst schnell den Bodengrund überhitzen würde.

Bodenfluter im Gartenteich einsetzen?

Bodenfluter werden primär für Aquarien verwendet. Im Handel sind verschiedene Größen erhältlich, die für den Einsatz in kleineren Gartenteichen durchaus eingesetzt werden können. Doch für größere Teiche, sollten andere Heizsysteme in Betracht gezogen werden. Wie bereits oberhalb erwähnt, sind Bodenheizungen lediglich als eine Ergänzung zum Heizstab zu verstehen und für große Becken eher ungeeignet. Ein Stabheizer oder Heizbänder im Teich stellen allerdings im Regelfall kein Problem dar und bieten eine alternative Lösung.

Aquarium Bodenheizung und Thermostat

Ähnlich wie bei Heizkörpern lassen sich auch die Wassertemperaturen über einen Thermostat regeln. Die Geräte messen dabei kontinuierlich, wie warm es im Wasser ist und stellen die Heizung optimal ein.

  1. Bodenfluter verfügen standardmäßig über keine Thermostate, welche die Temperatur ablesen, was zur Folge haben könnte, dass zu hohe Temperaturen erzeugt werden. Übliche Regelheizer jedoch besitzen ein eingebautes Thermostat und regeln sich damit selbst.
  2. Es ist durchaus sinnvoll eine Bodenheizung gemeinsam mit einem Thermostat zu nutzen, um so ungewünschte Temperaturschwankungen zu vermeiden. Mit einem Thermostat lässt sich der Bodenfluter beispielsweise zeitweise abschalten. Neben den Thermostaten, die im Handel erhältlich sind, finden sich im Internet auch Anleitungen zum Selbstbau von Schaltern zur Regelung der Temperatur.
  3. Um während der Nacht eine Temperatursenkung einleiten zu können, lassen sich beispielsweise auch zwei Regelheizer einbauen. Die jeweiligen Regelheizer werden dann mit der Tages- sowie Nachttemperatur eingestellt und können sowohl über eine Beleuchtung als auch einer eigenen Zeitschaltuhr gesteuert werden.
  4. Hier zeigt sich ein Vorteil gegenüber der Kombination aus Bodenfluter und Zeitschaltuhr, da über diese nur die Zeit, aber nicht die Temperatur eingestellt werden kann.
  5. Bei Varianten unterscheiden sich in ihren Anschaffungskosten. Letztere ist oftmals günstiger.

Vorteile eines Bodenfluters

Ein wesentlicher Vorteil von Bodenflutern liegt in der optimalen Nahrungszufuhr von Wasserpflanzen. Die bereits vorhandenen Nährstoffe in Aquarien werden so zirkuliert, dass sie die Wurzeln der Pflanzen gut erreichen. In Verbindung mit der Wärme, nehmen die Pflanzen über die Wurzeln die Nährstoffe besonders gut auf. Mit einem gewöhnlichen Heizstab wäre dies nicht möglich und müsste über die Filtersysteme ausgeglichen werden. Dank eines Bodenfluters wird somit die Grundlage für ein naturnahes Ökosystem gelegt.  Um beste Erfolge zu erzielen, empfiehlt sich eine Kombination aus Bodenheizung und einem qualitativ hochwertigen Nährboden.

Bodenfluter eignen sich demnach besonders gut für Aquarien mit vielen Gewächsen.  Allgemein liegt die Stärke von Bodenflutern in der Erzeugung konstanter Temperaturen. Durch die Platzierung am Bodengrund werden zahlreiche positive Effekte in Gang gesetzt, wie:

  • Die Filterung des Wassers durch Mikroorganismen im Boden.
  • Die Mikroorganismen werden mit sauerstoffreichem Wasser genährt.
  • Die freien Nährstoffe im Aquarium stehen den Pflanzen optimal zur Verfügung.
  • Konstante Temperatur trägt zur Stabilisation der Flora und Fauna bei.

Funktionsweise

Bodenheizungen bestehen aus den folgenden Komponenten: Heizkabel und verschiedenen Längen und Klemmsauger für die Montierung am Glas – Steuereinheit und Transformator. Dabei gibt es verschiedene Typen eines Bodenfluters, die in Frage kommen.

Meistens müssen Regelung und Steuerung extra bestellt werden. Wichtig ist es die Montage im leeren Aquarium vorzunehmen. Zu Beginn wird das Heizkabel spiralenartig am Boden des Aquariums gelegt. Dabei sollen möglichst keine Bereiche ausgelassen werden. Die Saugnäpfe sorgen hierbei für eine stabile Montur. Die Kabelleitungen müssen aus dem Aquarium herausgeführt und an dem Transformator befestigt werden. Ist die Heizung angelegt, wird danach der Bodengrund aufgeschüttet. Die Heizkabel werden möglichst so angelegt, dass sie ohne Hindernisse mit der Strom- und Spannungsversorgung verbunden werden können.

Vor der ersten Inbetriebnahme empfiehlt sich jedoch ein Funktionstest, um bei potentiellen Problemen die Kabel leichter austauschen zu können. Zuletzt muss noch eine Steuerung eingestellt werden, wie beispielsweise eine Zeitschaltuhr. Der Bodenfluter ist nun betriebsbereit.