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Der Aal

Die Lebensweise des Aals
Der Aal gehört zur Familie der Anguillidae und ist wohl eines der merkwürdigsten Lebewesen in den europäischen Inlandsgewässern. Ausgewachsene Weibchen der Aale können durchaus eine Länge von über einem Meter erreichen. Männliche Exemplare werden hingegen wesentlich kleiner und weisen in der Regel eine Länge von ungefähr 60 Zentimetern vor. Daher sind die Geschlechter der Aale gut anhand der Größe des Tieres zu unterscheiden. Äußerst charakteristisch für den Europäischen Aal ist der lang gestreckte Körper. Die Form des Körpers von Aalen erinnert ein wenig an eine Schlange. Auf dem Rücken des Aals befindet sich ein Flossensaum. Dieser besteht aus der Schwanz-, Rücken- und Afterflosse des Tieres. Der Aal verfügt über ein oberständiges Maul. Die Form des Maules kann je nach Ernährungsart des Aals variieren. Die Bauchfläche des Europäischen Aals weist eine helle Färbung vor. Der Rücken des Aals ist häufig schwarz, braun oder in einem dunklen Grünton gehalten. Der Aal ist ein nachtaktiver Fisch, welcher am Tage die Zeit nutzt, um im Schutz von Pflanzen oder Steinen zu ruhen. Auch das Vergraben in einem schlammigen Grund ist nicht unüblich für den Aal. Sehr interessant ist, dass der Aal in der Lage ist, für eine kurze Zeit an Land zu gehen. Hierfür ist es jedoch erforderlich, dass eine gewisse Feuchtigkeit an Land herrscht. Dann ist es dem Aal möglich, sich an Land fortzubewegen. Diese Fähigkeit ist ein großer Vorteil im täglichen Überlebenskampf, welcher dem Aal zugutekommt.  Die Lebenserwartung eines Aals ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, ob der Aal eine Möglichkeit hat, zum Laichen in den Atlantik zu gelangen.  Ist dies nicht der Fall, so können wilde Aale durchaus ein Alter von ungefähr 50 Jahren erreichen. Gelangen die Aale jedoch in die Regionen, in denen sie laichen, so sterben die Aale nach diesem Vorgang und erreichen nur selten ihre maximale Lebenserwartung. Aale, die in Gefangenschaft leben, können sogar ein wesentlich höheres Alter erlangen. Der Europäische Aal ist ein gefährdetes Tier, das aufgrund verschiedener Faktoren einen Rückgang der Population erlebt. Diese Faktoren bestehen aus dem Fischfang und der Verschmutzung des natürlichen Lebensraumes.

Auch der Schwimmblasenwurm stellt eine Gefahr für den Europäischen Aal dar. Die Verbauung der Gewässer ist ein weiterer Grund für den Rückgang dieser Tierart.

Auf diese Weise ernährt sich der Aal
In Bezug auf die Ernährung des Aals gibt es einige Dinge, die äußerst wissenswert sind. So wird hier zum Beispiel in zwei verschiedene Variationen des Europäischen Aals unterschieden, denn der Spitzkopfaal und Breitkopfaal ernähren sich jeweils von verschiedenen Beutetieren. Der Breitkopfaal verspeist hauptsächlich diverse Fische, wohingegen der Spitzkopfaal Krebse bevorzugt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Aalen besteht darin, dass ihre Mäuler unterschiedlich geformt sind und sich daher für verschiedene Beutetiere besser oder schlechter eignen. Bei dem Aal handelt es sich also um einen Jäger, der auf andere Tierarten im Wasser Jagd macht. Dabei entpuppt sich der Aal als aktiver Jäger und zeigt bei der Jagd Talent, sodass er noch weitere Beutetiere zu seinem Speiseplan zählen kann. Hierzu zählen zum Beispiel verschiedene Larven von Insekten, Schecken, Muscheln und auch Würmer. All diese Beutetiere findet der Aal in seinem natürlichen Lebensraum.

Der Lebensraum des Aals


Der Europäische Aal weist im Raum Europa ein weites Verbreitungsgebiet vor. Hauptsächlich lebt der Aal in Gewässern, die über einen direkten Anschluss zum Atlantik verfügen. Der Aal lebt also gerne in Süßwassergewässern wie Bächen, Flüssen oder auch Seen. Aufgrund der Hilfe des Menschen und anderen Faktoren ist der Aal heute auch in Gewässern beheimatet, welche nicht direkt zum Atlantik führen. Abgesehen vom europäischen Kontinent, ist der Aal auch in Nordafrika und Teilen von Kleinasien heimisch. Da es sich bei dem Aal um ein nachtaktives Tier handelt, verweilt der Aal tagsüber zwischen verschiedenen Pflanzen und Steinen auf dem Grund des Gewässers. Der Grund des Wassers sollte schlammig sein, denn der Aal vergräbt sich am Tage gerne, um sich verborgen zu halten.

So pflanzt sich der Aal fort
Das Laichverhalten der Aale ist eine Besonderheit, denn eine lange Zeit war nicht bekannt, wie der genaue Ablauf während der Vermehrungszeit vonstattengeht. Noch heute existieren einige Rätsel in Bezug auf die Fortpflanzung der Aale. Fest steht, dass sich die Tiere im Herbst aufmachen, um ihren Lebensraum zu verlassen. Die Tiere wandern in den Atlantik, wo sie einst selbst geschlüpft sind. Während der Reise zum Meer durchläuft der Aal eine Art Verwandlung, denn der Körper des Tieres ändert sich in Bezug auf die Färbung und auch im Inneren der Aale finden Veränderungen statt. So wird beispielsweise die Nahrungsaufnahme zuerst reduziert, ehe sie letzten Endes komplett eingestellt wird. Dieser Vorgang ist notwendig, denn während dieser Zeit weichen die Verdauungsorgane des Aals zurück, um den Geschlechtsorganen Platz zu schaffen, welche sich in dieser Zeit weiter ausbilden, um den Aal auf die bevorstehende Laichzeit vorzubereiten. Da der Aal nun während seiner Reise in die Sargassosee, wo er laichen wird, nichts mehr frisst und seine Verdauungsorgane sich zurückbilden, ist das Sterben des Fisches nach dem Laichvorgang wie vorprogrammiert. Doch zuvor laichen die Aale ab, sobald sie ihre lange Reise durch den Atlantik vollendet haben, um eine neue Generation von Aalen in die Welt zu setzen. Die Larven des Aals benötigen etwa eine Zeit von 3 Jahren, um an die Küsten von Europa zurückzukehren und damit die einstige Heimat ihrer Eltern zu erreichen. Während ihrer Entwicklungszeit durchlaufen die Europäischen Aale verschiedene Stadien. So werden die jungen Nachkommen des Aals als Weidenblattlarven bezeichnet. Sobald die Aale jedoch die Küstenregion erreichen und während ihrer Reise gewachsen sind, bezeichnet man sie als Glasaale.

Quelle und weitere Informationen zum Aal auf http://www.angeln-alex.de/