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Die Lebensweise des Hechts
Der Hecht, welcher auch unter dem wissenschaftlichen Namen Esox lucius bekannt ist, gehört zur Familie der Hechte. Hechte gelten als recht aggressive Fische und sind in der freien Wildbahn Einzelgänger, die ihr Revier gegen sämtliche Eindringlinge verteidigen. Die Fische schrecken auch vor Anwendung von Gewalt nicht zurück, um ihr Gebiet zu schützen. Vor allem in der Laichzeit weisen männliche Hechte einen hohen Grad an Aggressionen vor. Der Hecht zeichnet sich durch einen langen Körper aus, der in einen ebenfalls lang gestreckten Kopf übergeht. Der Rücken des Hechts weist eine grüne bis bräunliche Färbung vor. Die Färbung des Hechts ist jedoch auch abhängig von seinem Lebensraum und so kann es durchaus vorkommen, dass manche Exemplare eine andere Färbung besitzen. Der gesamte Körper des Hechts macht deutlich, dass es sich hierbei um ein Raubtier handelt. So befinden sich zum Beispiel die Afterflosse und die Rückenflosse am hinteren Teil des Körpers. Dieser Fakt ermöglicht dem Hecht, eine schnelle Beschleunigung und eine flexible Bewegungsfreiheit im Wasser, was dem Hecht bei der Jagd sehr nützlich sein kann, um die verschiedensten Beutetiere zu erledigen. Das oberständige Maul des Hechts erinnert ein wenig an einen Schnabel. In diesem Maul befinden sich Zähne, die sich ideal zum erlegen von Beutetiere eignen. Die weiblichen Hechte erreichen in der Regel eine voluminösere Körpergröße. Sie können durchaus 1,5 Meter lang werden, doch häufig erreichen die Fische, gleich welchen Geschlechts, ein Maß von ungefähr 100 Zentimetern, wobei kleinere Exemplare häufig männlich sind. Das Gewicht des Hechts ist natürlich abhängig von der Körpergröße des Fisches. Aufgrund der Gefahr des Kannibalismus erreichen nur wenige Tiere das Höchstalter. Der Hecht kann in etwa 30 Jahre alt werden. Dieses Alter wird von Hechten vor allem in der Gefangenschaft erreicht. In der Natur ist es für einen Hecht äußerst schwierig, zu der Marke von 30 Jahren zu gelangen, da in ihrem Lebensraum viele Möglichkeiten für ein frühes Ableben warten.

Das natürliche Verbreitungsgebiet und der Lebensraum des Hechts
Das Verbreitungsgebiet des Hechts erstreckt sich über weite Teile des europäischen Kontinentes. Hechte sind sowohl in Flüssen als auch Seen vorzufinden. Die Hechte sind vor allen in der Nähe von Ufern zu finden, die einen regen Pflanzenwuchs unter Wasser vorweisen.

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Bei den Hechten handelt es sich um Standfische. Daher verteidigt der Hecht sein Revier in den Uferzonen gegen Artgenossen und andere Eindringlinge. Der Hecht mag es, wenn sich in der Ufernähe eine dichte Bepflanzung befindet, denn hier kann der Fisch Deckung suchen, um potenzielle Beute wie aus dem Nichts anzugreifen. Die Ernährung eines Hechtes ist sehr vielseitig und aus diesem Grund finden diese Fische häufig ausreichend Nahrung, solange die Jagd von Erfolg gekrönt ist.

Die Nahrungsquellen der Hechte
Der Hecht kann als wahres Raubtier bezeichnet werden, denn dieser Fisch ist ein hervorragender Jäger, welcher alles jagt, was ihm essbar erscheint. Aus diesem Grund ist der Speiseplan des Hechts außerordentlich vielseitig. Der Hecht bevorzugt es, sich von tierischer Kost zu ernähren. In Bezug auf seine Beutetiere ist der Hecht absolut nicht wählerisch. Kleine Tiere, wie zum Beispiel Frösche, Mäuse, Ratten oder auch diverse Vogelarten, werden liebend gerne von Hechten verspeist. Andere Fischarten zählen ebenfalls zu den Beutetieren des Hechts. Zudem ist es bekannt, dass der Hecht kannibalisch lebt. Dies bedeutet, dass er auch andere Tiere der gleichen Art jagt und sie anschließend frisst. Vor allem die eigenen Jungtiere stellen eine leichte Beute dar. Der Hecht attackiert seine Beute mit sehr schnellen Bewegungen, sodass eine Flucht für die Opfer beinahe nicht möglich ist. Diese erfolgreiche Methode der Jagd und die vielseitigen Ernährungsmöglichkeiten lassen den Hecht zu einem gefährlichen Unterwasserräuber werden. Obwohl der Hecht auch Jagd auf den Nachwuchs der eigenen Art macht, ist die Vermehrungsweise der Hechte dennoch durchaus interessant.

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Die Vermehrung der Hechte
Während der Laichzeit zeigen die männlichen Hechte ein äußerst aggressives Verhalten gegenüber den Artgenossen. Zwischen den Männchen sind Kämpfe nicht unüblich, wobei sich die Fische auch diverse Verletzungen zufügen können. Meist ist es der Sieger der Kämpfe, welcher sich anschließend mit einem Weibchen paaren darf. Auch die weiblichen Hechte weisen in der Laichzeit eine Veränderung ihres Verhaltens vor. So hat die Natur eingerichtet, dass Hechte während der Laichzeit unter einer Fresshemmung leiden. Damit ist sichergestellt, dass männliche Hechte von den Weibchen nicht als Beutetiere angesehen werden, was eine Vermehrung dieser Art sehr erschweren würde. Die Fresshemmung verschwindet bereits kurz nach der Laichzeit, sodass sich die Männchen hüten müssen, den größeren Weibchen nicht mehr zu nahe zu kommen. Die Laichzeit der Hechte beginnt in der Regel im Frühling und dauert von den Monaten Februar bis Mai. Ein weiblicher Hecht kann ungefähr 40.000 Eier pro Kilogramm des eigenen Körpergewichtes ablegen. Diese Zahl mag zunächst hoch erscheinen, doch fallen viele Jungtiere bereits in einem jungen Alter Raubtieren, darunter auch eigene Artgenossen, zum Opfer. Bevor die Jungtiere schlüpfen, werden die Eier bei Ablage an Unterwasserpflanzen festgeklebt. Die klebrigen Eier stellen sicher, dass sie nicht von einer Strömung weggetragen werden. Nach dem Schlüpfvorgang, welcher etwa 10-30 Tage nach der Eiablage stattfindet, ernähren sich die Jungtiere des Hechts zunächst von ihrem Dottersack. Erst, wenn dieser aufgebraucht ist, geht der Hechtnachwuchs selbst auf die Jagd und verbessert seine Fähigkeiten im Erlegen der Beute. Der Nachwuchs des Hechts weist ein schnelles Wachstum vor, was auch notwendig ist, denn gerade in der Anfangszeit ihres Lebens sind die jungen Hechte eine leichte Beute für größere Räuber.

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Quelle und weitere Informationen zum Hecht auf http://www.angeln-alex.de/