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Die Schleie

Die Schleie
Die Schleie gehört zur Familie der Karpfenfische und ist in vielen Teilen Europas beheimatet, wo sie am Grund von verschiedenen Gewässern lebt. Die Schleie ist aufgrund ihrer schleimigen Oberfläche zu ihrem Namen gekommen. Unter dieser Oberfläche befindet sich eine ledrige Haut, welche eine Vielzahl an Schuppen vorzuweisen hat. Obwohl die Schleie üblicherweise eine Größe von 20-40 Zentimetern erreicht, besitzt sie einen recht starken Körperbau. Wie bei Fischen üblich können sich auch Exemplare mit einer voluminöseren Körpergröße entwickeln. Dieser Faktor hängt vom Lebensraum und dem Reichtum an Nahrung ab. Das jeweilige Gewicht einer Schleie ist ebenfalls mit der Größe des Körpers in Verbindung zu bringen. Die Farbe des Körpers von Schleien ist in einem dunklen Olivton gehalten. Die Bauchseite der Schleie ist gelblich gefärbt. Der hohe Schwanzstiel der Schleie ist eines der charakteristischsten Merkmale dieser Fischart. Das Maul der Schleie kann vorgestülpt werden. Da die Schleie ein nachtaktives Tier ist, verbringt sie die helle Tageszeit häufig am Grund der Gewässer. Erst bei Einbruch der Dämmerung beginnt die Aktivität der Schleie. Um die Geschlechter der Schleier auf den ersten Blick zu unterscheiden, sollte das Augenmerk auf die Bauchflosse des Tieres gelegt werden. Die Bauchflossen der männlichen Schleien sind oftmals größer als solche der Weibchen. In Bezug auf die Wasserqualität ist die Schleie äußerst robust und kann sogar in sauerstoffarmem Wasser zurechtkommen. Während schweren Lebensbedingungen ist die Schleie in der Lage, sich in eine Starre zu versetzen. Diese Fähigkeit der Kälte- oder Hitzestarre hat es der Schleie ermöglicht, sich in vielen unterschiedlichen Gewässern anzusiedeln.

Der Lebensraum der Schleien
Die Schleie ist ein sehr robuster Fisch und daher ist es ihr gelungen, sich in weiten Teilen des europäischen Raumes zu verbreiten. Tatsächlich kommt die Schleie heute in fast allen Teilen von Europa vor, wobei es nur wenige Ausnahmen gibt. Ausnahmen in Bezug auf die natürliche Verbreitung der Schleie sind zum Beispiel Griechenland, Schottland und der Norden von Skandinavien. Die Schleie konnte sich sogar bis in die gemäßigten Regionen des asiatischen Kontinents verbreiten. Diese weitläufige Verbreitung der Schleie resultiert hauptsächlich daher, da diese Fische ihren bevorzugten Lebensraums in vielen Ländern vorfinden und sich die Population der Schleie aus diesem Grund immer weiter ausdehnen kann. Die Schleie bewohnt in der Regel langsam fließende oder auch stehende Gewässer. Dort ist die Schleie häufig am Grund vorzufinden. Da die Schleie auch in stehenden Gewässern lebt, ist sie ebenfalls in Seen beheimatet. Die Schleie bevorzugt Gewässer, die einen gewissen Wuchs von Pflanzen vorweisen können, da die Schleie zu mancher Zeit dazu neigt, etwas Vegetation in den Speiseplan aufzunehmen. So unkompliziert die Schleie in Bezug auf den Lebensraum ist, so spiegelt sich ihre Anpassungsfähigkeit auch in der Ernährung der Fische wieder.

Eine Schleie im Kescher

Die Ernährung der Schleie
In Hinsicht auf die Aufnahme von unterschiedlichen Nahrungsquellen macht es sich die Schleie sehr leicht, denn sie frisst viele Dinge, die sie in ihrem natürlichen Lebensraum vorfinden kann. Daher kommt es nur selten dazu, dass die Schleie nichts Fressbares vorfinden kann. Das ausreichende Angebot an Futter bezieht sich hauptsächlich auf eine tierische Kost, denn die Schleie verfolgt einen Speiseplan, der vor allem Fleisch vorsieht. Die Beute von Schleien bezieht sich vorwiegend auf kleine Lebewesen wie verschiedene Insekten, welche in der Nähe von Gewässern in großen Mengen vorkommen. Aber auch im Wasser findet die Schleie genügend Nahrungsquellen vor. So zum Beispiel Schnecken und Muscheln. Aber auch kleine Krebse werden von der Schleie sehr gerne verspeist. Ab und zu ergänzt die Schleie ihren hauptsächlich fleischig geprägten Speiseplan mit vegetarischer Nahrung. Dann frisst die Schleie den Aufwuchs auf Algen.

Die Fortpflanzung von Schleien
Die Fortpflanzung der Schleien beginnt meist in der Zeit um April. Denn in diesem Monat beginnt die Laichzeit der Schleie. Die Leichtzeit zieht sich bis zum Monat Juni hin. Während dieser Zeit versammeln sich die Fische in größeren Schwärmen, um sich auf die Suche nach passenden Orten für Laichplätze zu machen. Die Schleie bevorzugt für das Laichen Plätze in der Nähe des Ufers, wo das Wasser etwas flacher wird. Zudem ist es den Fischen wichtig, dass die Strahlen der Sonne auf das Laichgebiet fallen. Während der Laichzeit benötigt die Schleie eine Wassertemperatur von etwa 18 Grad, um mit dem Akt der Vermehrung zu beginnen. Am Grund des Gewässers sollte zudem ein Pflanzenwuchs vorhanden sein, denn die weibliche Schleie legt ihre Eier an den Pflanzen im Wasser ab. Während der Laichzeit können die Schleien bis zu 300.000 Eier und mehr ablegen. Nach der Eiablage durch das Weibchen hat die männliche Schleie die Aufgabe, sämtliche Eier zu befruchten. Doch die Eier werden nicht alle auf einmal abgelegt. Dies geschieht während der Dauer der gesamten Laichzeit und kann durchaus bis zu 2 Monaten andauern. Schon nach 4-5 Tagen sind die Jungtiere schlüpfbereit und verlassen ihre Eier. In der kommenden Zeit bleiben sie mit der Hilfe von Klebedrüsen an den Pflanzen und ernähren sich von einem Dottersack.

Quelle und weitere Informationen zur Schleie auf http://www.angeln-alex.de/