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Es gibt viele Köder und Angeltechniken zum Angeln auf Karpfen. Bei den meisten Angeln findet man eine einfache Montage mit Fest- oder Laufblei und einer Haarmontage mit Ködern wie Boilies, Mais oder Tauwürmer. Das Angeln mit Futterspirale oder Futterkorb, wie es vor einem Jahrzehnt noch häufig im Einsatz war ist in der heutigen Zeit nur noch sehr selten zu finden. Allerdings wird es von einigen erfahrenen Anglern sehr erfolgreich eingesetzt. Wenn man diese Art des Angelns genauer betrachtet wird sehr schnell deutlich das diese Art zu Angeln speziell beim Angeln auf Karpfen, Brachsen und andere Friedfische bedeutende Vorteile mit sich bringt.

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Warum ist das Angeln mit Futterkorb so erfolgreich?
Der Karpfen hat, wie viele andere Fischarten einen sehr empfindlichen Geschmackssinn. Er nimmt Nahrung schon aus einer größeren Entfernung wahr. Dies ist auch der Grund weshalb Bolies in den unterschiedlichsten Aromen erhältlich sind. Die im Wasser löslichen Aromen in den Ködern sorgen dafür das vom Köder nicht nur der optische Reiz ausgeht sondern auch der Karpfen, der noch einige Meter vom Köder entfernt ist, zu dem Köder gelockt und zur Aufnahme des Köders animiert wird.
Beim Angeln mit einer Futterspirale macht man sich genau diesen Lockeffekt zu nutze. Die Futterspirale, die frei laufend auf der Hauptschnur montiert wird, wird mit Feederfutter gefüllt, das sich in wenigen Minuten im Wasser auflöst und eine Wolke aus Duftaromen und Futterpartikel bildet. Diese sich ausbreitende Wolke lockt die Karpfen, die sich in der Nähe befinden an die Stelle, an der der Hakenköder liegt und sorgt dafür das die angelockten Karpfen den Köder finden und aufnehmen.

Feederfutter herstellen
Natürlich werden im Handel zahlreiche Zutatenmischungen angeboten, die als Feederfutter verwendet werden können. Allerdings kann man mit etwas Erfahrung das Futter für die Futterspirale mit geringeren Kosten selbst herstellen. Zudem hat dies den Vorteil dass man nicht an die Zusammensetzungen der fertigen Futtermischungen gebunden ist, sondern selbst mit verschiedenen Mischungen und Zutaten experimentieren kann.
Als Basis für die Herstellung von Feederfutter kann man verschiedene Mehle wie Weizenmehl, Roggenmehl und Maismehl verwenden. In diese Mehle mischt man dann einige gröbere Zutaten, die dafür sorgen dass das Feederfutter im Wasser schön zerfällt und eine Futterwolke bildet. Hier kann man größere Maispartikel, Dosenmais und Fischfutter verwenden. Fischfutter ist hier besonders vorteilhaft, das es in der Regel Fischmehl enthält, auf dieses besonders Karpfen empfindlich reagieren. Aber auch Bohnen oder leicht auftreibende Partikel können verwendet werden.

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Um die Farbe des Feederfutters zu verändern eignen sich Zutaten wie Kakao, Rote Beete-Saft und Maismehl. Je nachdem in welcher Farbe man das Feederfutter haben möchte.
Um das Feederfutter noch zusätzlich mit weiteren Aromen zu veredeln können beispielsweise Zutaten wie Backaromen, Zimt, Honig, Vanille, etwas Pfeffer verwendet werden. Hier sind der Phantasie des Anglers keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollte bei der Zugabe von solchen Zutaten stark auf die Menge geachtet werden und lieber etwas weniger hinzugegeben werden als zu viel. Karpfen nehmen solche Aromen sehr intensiv wahr und werden von zu stark duftenden Futtermischungen eher verscheucht. Daher sollte lieber sparsamer dosiert werden.

Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Konsistenz des Feederfutters legen. Es sollte so fest sein, das es beim Auswerfen und beim Aufprall auf das Wasser nicht aus der Futterspirale fällt. Es sollte aber so weich sein das es sich nach wenigen Minuten am Gewässergrund auflöst und sich im Wasser verteilt. Auch wenn sich das am Anfang etwas kompliziert einhört kann so ein Teig auch von Neulingen sehr einfach hergestellt werden.

Artikel wurde in Zusammenarbeit mit http://www.petspremium.de/fischfutter.html erstellt.