Rapfen

Steckbrief

Familie:
Leuciscidae (Weißfische)
Synonyme:
Schied
Größe:
100 - 120 cm
Gewicht: bis
10 kg
Häufigkeit:
gefährdet
Maul:
oberständig
Laichzeit:
April bis Juni
Laichort:
Kiesbänke mit schnell fließendem Wasser
Nahrung:
erst vorhandene Nahrung, dann Beutetiere
Typische Gewässer:
schnell fließende Gewässer

Der Rapfen

Rapfen sind auch unter dem Namen Schied bekannt. Sie gehören zur Familie der Karpfenfische.

Wie groß werden Rapfen?

Diese Fische erreichen eine Länge um die 100 Zentimeter. Das Gewicht hängt stark mit der Körpergröße zusammen.

Wie alt werden Rapfen?

Die maximale Lebenserwartung der Rapfen kann bis zu 12 Jahre betragen. Natürlich ist es hierbei enorm wichtig, dass der Fisch optimale Lebensbedingungen in seinem natürlichen Lebensraum vorfindet. Hierzu zählen ein artgerechter Lebensraum und das Vorkommen von ausreichend Nahrung.

Lebensraum und Lebensweise

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Rapfen erstreckt sich vor allem über den mitteleuropäischen Raum.

Typische Gewässer

Der Rapfen lebt sehr gerne in schnell fließenden Gewässern mit einer starken Strömung. Daher sind diese Fische oftmals in Flüssen vorzufinden.

Dementsprechend sind Rapfen in zahlreichen Flüssen, in welchen auch das Rapfenangeln betrieben wird, im zentralen Europa zu finden.

Wo hält sich der Rapfen auf?

Bei seiner Jagd bevorzugt er die oberen Wasserregionen nahe der Wasseroberfläche.

Was fressen Rapfen?

Der Speiseplan des Rapfens ist von besonderem Interesse, denn diese Fische weisen im Laufe ihres Lebens verschiedene Verhaltensweisen in Bezug auf die Ernährung vor.

In den frühen Lebensjahren verhält er sich wie ein Friedfisch. Dies bedeutet, dass er keinerlei räuberisches Verhalten zeigt und sich nur von vorhandener Nahrung ernährt.

Später zeigt der Rapfen Aktivität als Raubfisch und macht jagt auf verschiedene Beutetiere.

In seinem Lebensraum finden die Fische häufig ein gutes Nahrungsvorkommen, welches eine abwechslungsreiche Ernährung ermöglicht.

Laichzeit und Fortpflanzung

Wann laichen Rapfen?

Die Laichzeit erstreckt sich von den Monaten April bis Juni.

Ablauf der Fortpflanzung

Männliche Exemplare bekommen während der Laichzeit zumeist einen sichtbaren Laichausschlag. Die Weibchen legen die klebrigen Eier an Kiesbänken ab, welche eine starke Wasserströmung vorweisen.

Die Anzahl der Eier, welches ein Weibchen während der Laichzeit ablegt, kann stark variieren. So können durchaus mehrere Hunderttausend Eier abgelegt werden.

Rapfen Jungfische

Es dauert in etwa zwei Wochen, bis der Nachwuchs aus den Eiern schlüpft. Die starke Strömung sorgt dafür, dass die jungen Rapfen nach dem Schlüpfvorgang in ruhige Wassergebiete transportiert werden.

In der ersten Lebenszeit ist es möglich, dass der Rapfennachwuchs in kleinen Schwärmen lebt. Dieses Verhalten wird jedoch mit zunehmendem Alter aufgegeben, da erwachsene Rapfen außerhalb der Paarungszeit ein Leben als Einzelgänger bevorzugen.

Den Rapfen erkennen

Typische Erkennungsmerkmale

Rapfen verfügen über einen lang gestreckten Körper. Der Körper verfügt über eine silbrige Färbung. Der Rücken ist in der Regel etwas dunkler gefärbt, als dies an den Seiten der Fall ist.

Obwohl es sich bei dem Rapfen um einen Raubfisch handelt, besitzen diese Fische keinerlei Zähne. Allerdings verfügen sie über sogenannte Schlundzähne.