Hecht

Steckbrief

Familie:
Leuciscidae (Weißfische)
Größe:
100 - 150 cm
Gewicht: bis
30 kg
Häufigkeit:
häufig
Maul:
oberständig
Laichzeit:
Februar bis Mai
Laichort:
Uferzone die bewachsen ist
Nahrung:
Frösche, Mäuse, Ratten, Fische
Typische Gewässer:
Flüsse, Seen
hecht

Der Hecht

Der Hecht, der auch unter dem wissenschaftlichen Namen Esox lucius bekannt ist, gehört zur Familie der Hechte. Er gilt als recht aggressiver Fische und ist in der freien Wildbahn ein Einzelgänger, der sein Revier gegen sämtliche Eindringlinge verteidigt.

Die Fische schrecken auch vor Anwendung von Gewalt nicht zurück, um ihr Gebiet zu schützen.

Wie groß werden Hechte?

Die weiblichen Hechte erreichen in der Regel eine voluminösere Körpergröße. Sie können durchaus 1,5 Meter lang werden.

Doch häufig erreichen die Fische, gleich welchen Geschlechts, ein Maß von ungefähr 100 Zentimetern, wobei kleinere Exemplare häufig männlich sind.

Das Gewicht des Hechts ist natürlich abhängig von der Körpergröße des Fisches.

Wie alt werden Hechte?

Aufgrund der Gefahr des Kannibalismus erreichen nur wenige Tiere das Höchstalter. Der Hecht kann in etwa 30 Jahre alt werden. Dieses Alter wird von Hechten vor allem in der Gefangenschaft erreicht.

In der Natur ist es für einen Hecht äußerst schwierig, zu der Marke von 30 Jahren zu gelangen, da in ihrem Lebensraum viele Möglichkeiten für ein frühes Ableben warten.

Lebensraum und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet des Hechts erstreckt sich über weite Teile des europäischen Kontinentes.

Typische Gewässer

Sie sind sowohl in Flüssen als auch Seen vorzufinden.

Wo hält sich der Hecht auf?

Die Hechte sind vor allen in der Nähe von Ufern zu finden, die einen regen Pflanzenwuchs unter Wasser vorweisen.

hecht-fisch

Es handelt es sich um Standfische, der sein Revier in den Uferzonen gegen Artgenossen und andere Eindringlinge verteidigt.

Der Hecht mag es, wenn sich in der Ufernähe eine dichte Bepflanzung befindet, denn hier kann der Fisch Deckung suchen, um potenzielle Beute wie aus dem Nichts anzugreifen.

Was fressen Hechte?

Der Hecht kann als wahres Raubtier bezeichnet werden. Dieser Fisch ist ein hervorragender Jäger, der alles jagt, was ihm essbar erscheint.

Aus diesem Grund ist sein Speiseplan außerordentlich vielseitig. Er bevorzugt es, sich von tierischer Kost zu ernähren. In Bezug auf seine Beutetiere ist er absolut nicht wählerisch. Kleine Tiere, wie zum Beispiel Frösche, Mäuse, Ratten oder auch diverse Vogelarten, werden liebend gerne verspeist.

Andere Fischarten zählen ebenfalls zu den Beutetieren. Zudem ist es bekannt, dass der Hecht kannibalisch lebt. Dies bedeutet, dass er auch andere Tiere der gleichen Art jagt und sie anschließend frisst.

Vor allem die eigenen Jungtiere stellen eine leichte Beute dar. Der Hecht attackiert seine Beute mit sehr schnellen Bewegungen, sodass eine Flucht für die Opfer beinahe nicht möglich ist.

Diese erfolgreiche Methode der Jagd und die vielseitigen Ernährungsmöglichkeiten lassen den Hecht zu einem gefährlichen Unterwasserräuber werden.

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Laichzeit und Fortpflanzung

Wann laichen Hechte?

Die Laichzeit beginnt in der Regel im Frühling und dauert von den Monaten Februar bis Mai.

Ablauf der Fortpflanzung

Während der Laichzeit zeigen die Männchen ein äußerst aggressives Verhalten gegenüber den Artgenossen. Zwischen den Männchen sind Kämpfe nicht unüblich, wobei sich die Fische auch diverse Verletzungen zufügen können.

Meist ist es der Sieger der Kämpfe, der sich anschließend mit einem Weibchen paaren darf.

Auch die Weibchen weisen in der Laichzeit eine Veränderung ihres Verhaltens vor. So hat die Natur eingerichtet, dass Hechte während der Laichzeit unter einer Fresshemmung leiden.

Damit ist sichergestellt, dass Männchen von den Weibchen nicht als Beutetiere angesehen werden, was eine Vermehrung dieser Art sehr erschweren würde.

Die Fresshemmung verschwindet bereits kurz nach der Laichzeit, sodass sich die Männchen hüten müssen, den größeren Weibchen nicht mehr zu nahe zu kommen.

Ein Weibchen kann ungefähr 40.000 Eier pro Kilogramm des eigenen Körpergewichtes ablegen. Diese Zahl mag zunächst hoch erscheinen, doch fallen viele Jungtiere bereits in einem jungen Alter Raubtieren, darunter auch eigene Artgenossen, zum Opfer.

Bevor die Jungtiere schlüpfen, werden die Eier bei Ablage an Unterwasserpflanzen festgeklebt. Die klebrigen Eier stellen sicher, dass sie nicht von einer Strömung weggetragen werden.

Hecht Jungfische

Nach dem Schlüpfvorgang, welcher etwa 10-30 Tage nach der Eiablage stattfindet, ernähren sich die Jungtiere zunächst von ihrem Dottersack.

Erst, wenn dieser aufgebraucht ist, geht der Hechtnachwuchs selbst auf die Jagd und verbessert seine Fähigkeiten im Erlegen der Beute.

Der Nachwuchs weist ein schnelles Wachstum vor, was auch notwendig ist, denn gerade in der Anfangszeit ihres Lebens sind die jungen Hechte eine leichte Beute für größere Räuber.

Den Hecht erkennen

Typische Erkennungsmerkmale

Der Hecht zeichnet sich durch einen langen Körper aus, der in einen ebenfalls lang gestreckten Kopf übergeht.

Der Rücken weist eine grüne bis bräunliche Färbung vor. Die Färbung ist jedoch auch abhängig von seinem Lebensraum und so kann es durchaus vorkommen, dass manche Exemplare eine andere Färbung besitzen.

Der gesamte Körper macht deutlich, dass es sich hierbei um ein Raubtier handelt. So befinden sich zum Beispiel die Afterflosse und die Rückenflosse am hinteren Teil des Körpers. Dieser Fakt ermöglicht dem Hecht, eine schnelle Beschleunigung und eine flexible Bewegungsfreiheit im Wasser, was bei der Jagd sehr nützlich sein kann, um die verschiedensten Beutetiere zu erledigen.

Das oberständige Maul erinnert ein wenig an einen Schnabel. In diesem Maul befinden sich Zähne, die sich ideal zum erlegen von Beutetiere eignen.

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